Ob beim Netzwerktreffen, zu Beginn eines Vorstellungsgesprächs oder in der LinkedIn-Kurzbeschreibung: Wer sich nicht in wenigen Sätzen greifbar erklären kann, verschenkt die erste und oft wichtigste Gelegenheit, Eindruck zu hinterlassen.

Was ein guter Elevator Pitch leistet

Kein kompletter Lebenslauf in Kurzform, sondern eine klare Antwort auf die Frage, wer du beruflich bist und was du suchst. Er ordnet dich in Sekunden ein, bevor überhaupt nachgefragt wird. Der Begriff stammt vom Bild einer kurzen Fahrt im Aufzug: Du hast wenig Zeit, aber ein Gegenüber, das zuhört.

In diesem Artikel geht es um den Pitch für die Jobsuche und Bewerbung. Der Pitch für Gründer, der Investoren überzeugen soll, folgt anderen Regeln und ist hier bewusst nicht gemeint.

Aufbau: die vier Bausteine

So pitchst du richtig: Wer du bist, Rolle und Erfahrung in einem Satz. Was dich auszeichnet, ein konkretes Ergebnis oder eine klare Stärke, keine Floskel. Was du suchst, eine Richtung, nicht jede offene Option. Und ein Anknüpfungspunkt fürs Gespräch, eine Frage oder Einladung zum Weiterreden.

1Wer du bistRolle und Erfahrung in einem Satz2Was dich auszeichnetEin konkretes Ergebnis oder eine klare Stärke3Was du suchstEine Richtung, nicht jede offene Option4AnknüpfungEine Frage oder Einladung zum Weiterreden
Vier Bausteine, ein Ablauf: vom Satz zur Person bis zur Einladung zum Gespräch.

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Beispiele für einen Elevator Pitch

Zwei Beispiele als Bausteine, alle Angaben in Klammern ersetzt du durch deine eigenen und belegbaren Fakten:

Beispiel für Berufserfahrene: „Ich bin [Rolle] mit [Jahren] Erfahrung in [Branche]. Zuletzt habe ich [konkretes Ergebnis] erreicht. Jetzt suche ich eine Aufgabe in [Richtung], bei der ich [Stärke] einsetzen kann. Wie ist das bei Ihnen aufgestellt?“

Beispiel für den Wechsel: „Ich wechsle gerade von [Bereich A] in [Bereich B]. Aus [Bereich A] bringe ich [übertragbare Stärke] mit, zuletzt bei [Projekt]. Was ich in [Bereich B] suche, ist [Ziel]. Woran arbeiten Sie aktuell?“

Beim Vorstellungsgespräch folgt auf „Erzählen Sie etwas über sich“ dieselbe Struktur, nur ausführlicher. Wie du den Einstieg dort baust, zeigt Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch.

Wie schreibe ich einen Elevator Pitch über mich selbst?

  1. Sammeln. Notiere deine aktuelle Rolle, zwei bis drei Ergebnisse und dein Ziel in Stichworten.
  2. Auswählen. Nimm pro Baustein nur den stärksten Punkt, alles andere streichst du.
  3. Sprechen statt lesen. Formuliere laut, nicht am Bildschirm. Was du nicht flüssig sagen kannst, ist zu kompliziert.
  4. Aufnehmen und kürzen. Nimm dich mit dem Smartphone auf und streiche, bis es in die Zeit passt.
  5. Testen. Sag ihn einer Person, die dich kaum kennt, und frag, was hängengeblieben ist.

Wie lange sollte ein Elevator Pitch dauern?

30 bis 45 Sekunden. Das ist ein bewährter Richtwert aus der Praxis, keine harte Grenze. Grob gerechnet passen bei normalem Sprechtempo etwa 80 bis 100 Wörter hinein. Wichtiger als die Sekunden ist, dass am Ende eine Frage steht, die das Gespräch am Laufen hält.

Besonders gefragt ist dein Pitch im Telefoninterview, wo nur deine Stimme zählt.

Typische Fehler

Zu lang, mehr als 30 bis 45 Sekunden verlieren die Aufmerksamkeit. Zu generisch, „ich bin flexibel und teamfähig" sagt nichts. Auswendig gelernt statt natürlich klingend. Und keine klare Richtung, „ich bin offen für alles" wirkt unentschlossen statt flexibel.

Wo du deinen Pitch einsetzt

Bei Networking-Events, zu Beginn eines Vorstellungsgesprächs bei der Frage „Erzählen Sie etwas über sich", in der schriftlichen Variante als LinkedIn-Kurzbeschreibung, und im Small Talk auf Messen oder Branchentreffen. Für die schriftliche Variante lies LinkedIn-Profil optimieren, für das Gespräch als Ganzes Vorstellungsgespräch vorbereiten.

Häufige Fragen zum Elevator Pitch

Wie lange sollte ein Elevator Pitch dauern?

30 bis 45 Sekunden, nicht länger. Das entspricht etwa 80 bis 100 Wörtern bei normalem Sprechtempo.

Wie pitcht man richtig?

Mit vier Bausteinen: wer du bist, was dich auszeichnet, was du suchst und einer Frage als Anknüpfung. Sprich ihn laut, nimm ihn auf und kürze, bis er in die Zeit passt.

Welche Beispiele gibt es für einen Elevator Pitch?

Ein Beispiel: „Ich bin [Rolle] mit [Jahren] Erfahrung in [Branche] und habe zuletzt [Ergebnis] erreicht. Jetzt suche ich eine Aufgabe in [Richtung]. Wie ist das bei Ihnen aufgestellt?“ Die Klammern füllst du mit deinen eigenen Fakten.

Wie schreibe ich einen Elevator Pitch über mich selbst?

Notiere Rolle, zwei bis drei Ergebnisse und dein Ziel, wähle pro Baustein den stärksten Punkt, formuliere laut, kürze und teste ihn an jemandem, der dich kaum kennt.

Muss ich ihn auswendig lernen?

Die Struktur ja, den Wortlaut nicht. Auswendig gelernter Text klingt schnell unnatürlich.

Brauche ich für jede Situation einen anderen Pitch?

Die Kernaussage bleibt gleich, die Betonung kannst du je nach Gesprächspartner leicht anpassen.

Was, wenn ich mich gerade beruflich neu orientiere?

Dann formulierst du die Richtung als Ziel statt als abgeschlossene Position, etwa „ich wechsle gerade von X Richtung Y“.

Keine Jobgarantie. Ergebnisse hängen von deiner Umsetzung ab. Autor: Rolf Bleisteiner (Mr. Lebenslauf), Inhaber expert-careers (Personalberatung für Maschinenbau und industrielle Spitzentechnologie seit 2018) und Mitinhaber expert-academy. Weiterführend: Vorstellungsgespräch vorbereiten · LinkedIn-Profil optimieren

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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