Einen Lebenslauf unterschreiben musst du nicht. Es gibt keine Pflicht, und ein Lebenslauf ohne Unterschrift ist nicht ungültig. Üblich ist sie trotzdem noch: Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, Ort, Datum und Unterschrift ans Ende zu setzen. Bei Online- und E-Mail-Bewerbungen lassen viele sie weg. Unser Rat aus der Personalberatung: Unterschreib bei Post-Bewerbungen und wenn der Arbeitgeber es verlangt. Sonst ist es deine Entscheidung. Wichtiger als die Unterschrift ist, dass Datum und Angaben aktuell sind.

Muss man den Lebenslauf unterschreiben?

Nein. Ein Lebenslauf ist kein Vertrag, sondern eine Selbstauskunft. Die Unterschrift bestätigt nur symbolisch, dass die Angaben stimmen. Wer falsche Angaben macht, hat ohne Unterschrift genauso ein Problem wie mit.

Bei den Empfehlungen gibt es zwei Sichtweisen, und beide sind vertretbar:

  • Bundesagentur für Arbeit: Der Bewerbungskompass für Arbeitsstellen (Auflage Mai 2026) nennt als letzten Punkt im Aufbau des Lebenslaufs: „Ort, Datum und Unterschrift nicht vergessen“.
  • Rolf Bleisteiner (Mr. Lebenslauf): Im Kurs „Dein LebensLAUF zum Traumjob“ werden Datum und Unterschrift als persönliche Option behandelt, nicht als zwingender Bestandteil. Entscheidend für die Auswahl sind andere Dinge: die ersten Sekunden, die aktuelle Position, Aufgaben und Erfolge.

Kein Personaler sortiert einen guten Lebenslauf aus, weil die Unterschrift fehlt. Und keiner lädt einen schwachen ein, weil sie dasteht. Die Frage verdient also eine klare Entscheidung, aber keine schlaflose Nacht.

Wann die Unterschrift sinnvoll ist

SituationUnterschreiben?
Bewerbung per PostJa, mit Stift im Original
Stellenanzeige verlangt „unterschriebenen Lebenslauf“Ja, digital eingefügt reicht in der Regel
Eher klassisches Umfeld, etwa Behörde, Verband, traditioneller MittelstandEher ja, es schadet nicht
E-Mail-Bewerbung, Bewerbung als PDFDeine Wahl, beides ist üblich
Online-Portal mit FormularfeldernNein, dort gibt es keinen Platz dafür
Lebenslauf für Personalberater oder NetzwerkNein, er wird oft angepasst und weitergegeben

Wichtig ist Einheitlichkeit: Wenn du unterschreibst, dann Anschreiben und Lebenslauf. Ein unterschriebenes Anschreiben neben einem Lebenslauf ohne Unterschrift wirkt unfertig.

Wo Ort, Datum und Unterschrift stehen

Die Unterschrift gehört ans Ende der letzten Seite, unter den letzten Abschnitt. Bei einem zweiseitigen Lebenslauf unterschreibst du einmal, nicht auf jeder Seite.

Weiterbildung und Kenntnisse ca. zwei Leerzeilen Abstand Darmstadt, 13.10.2026 Max Mustermann (optional) Ort, Datum Unterschrift
Ort und Datum links, Unterschrift rechts daneben oder darunter. Der Name in Druckschrift darunter ist optional, er steht ja schon oben im Lebenslauf.
  • Ort: dein Wohnort, nicht der Ort des Arbeitgebers.
  • Datum: der Tag, an dem du die Bewerbung abschickst, im Format TT.MM.JJJJ.
  • Unterschrift: mit Vor- und Nachnamen, gut lesbar, in Blau oder Schwarz. Ein Kürzel wirkt zu flüchtig.

Lebenslauf digital unterschreiben

Für eine E-Mail- oder PDF-Bewerbung fügst du deine Unterschrift als Bild ein. So geht es in fünf Minuten:

  1. Unterschreib mit einem dunklen, nicht zu dünnen Stift auf weißem Papier.
  2. Fotografiere oder scanne die Unterschrift bei gutem Licht, möglichst ohne Schatten.
  3. Schneide das Bild eng zu. Wer mag, entfernt den Hintergrund, dann steht die Unterschrift sauber auf dem Blatt.
  4. Füge das Bild in deinem Word-Dokument am Ende ein und passe die Größe an: etwa so breit wie „Darmstadt, 13.10.2026“.
  5. Exportiere den Lebenslauf als PDF.

Alternativ unterschreibst du direkt mit einem Stift auf dem Tablet. Was du nicht tun solltest: den fertigen Lebenslauf ausdrucken, unterschreiben und wieder einscannen. Die Bundesagentur für Arbeit rät ausdrücklich dazu, die Bewerbung aus der Textverarbeitung als PDF zu exportieren, statt sie zu scannen. Ein Scan wird unscharf, groß und lässt sich von Bewerbermanagement-Systemen schlechter auslesen. Mehr dazu in ATS-Lebenslauf: So wird dein Lebenslauf richtig gelesen.

Eine qualifizierte elektronische Signatur brauchst du für einen Lebenslauf nicht. Sie ist für Verträge gedacht, nicht für Bewerbungsunterlagen.

Das Datum: der unterschätzte Fehler

Spannender als die Frage „Unterschrift ja oder nein“ ist ein anderer Fehler, den wir in der Personalberatung regelmäßig sehen: ein altes Datum. Wer seinen Lebenslauf einmal schreibt und dann zwanzigmal verschickt, hat irgendwann ein Datum von vor drei Monaten darunter. Für den Leser heißt das: Diese Bewerbung wurde nicht für mich angepasst.

Deshalb: Aktualisiere das Datum bei jeder Bewerbung, zusammen mit dem Datum im Anschreiben. Oder lass Datum und Unterschrift ganz weg, wenn du viele Bewerbungen parallel verschickst. Das ist besser als ein veraltetes Datum.

Willst du wissen, wie dein Lebenslauf auf Personaler wirkt? Beim Lebenslauf-Check von Mr. Lebenslauf bekommst du persönliches Video-Feedback von Rolf Bleisteiner, mit konkreten Verbesserungen.

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Welche persönlichen Daten in den Lebenslauf gehören

Die persönlichen Daten stehen ganz oben, nicht unten bei der Unterschrift. Der Kurs von Rolf Bleisteiner sagt dazu: Im ersten Auswahlblick werden vor allem Foto, Geburtsdatum und aktuelle Position wahrgenommen, deshalb muss das erste Drittel des Lebenslaufs in Sekunden orientieren. Persönliche Daten und Foto gehören direkt in den Lebenslauf, ein eigenes Deckblatt braucht es dafür nicht (Deckblatt Bewerbung: Brauchst du es? Inhalt und Muster).

AngabeEmpfehlung
Name, Anschrift, Telefon, E-MailPflicht, ganz oben. Seriöse E-Mail-Adresse, etwa vorname.nachname@anbieter.de
GeburtsdatumÜblich, aber freiwillig
FotoÜblich, aber freiwillig, siehe Bewerbungsfoto
Geburtsort, StaatsangehörigkeitFreiwillig, sinnvoll, wenn eine Arbeitserlaubnis eine Rolle spielt
Familienstand, KinderNicht nötig, außer du möchtest es nennen
Religion, Partei, Namen und Berufe der ElternWeglassen
Link zu LinkedIn oder XingSinnvoll, wenn das Profil gepflegt ist

Die Bundesagentur für Arbeit führt Religion, Parteizugehörigkeit, Namen und Berufe der Eltern sowie Angaben zu Kindern und Familienstand auf ihrer Streichliste, Letztere mit der Einschränkung „außer Sie möchten dies oder es ist für die Stelle relevant“. Sie rät außerdem, persönliche Daten nicht in die Kopfzeile zu setzen, weil Bewerbermanagement-Systeme die Kopfzeile oft nicht auslesen.

Anschreiben unterschreiben

Für das Anschreiben gelten dieselben Regeln: keine Pflicht, aber üblich. Die Unterschrift steht unter der Grußformel, darunter optional dein Name in Druckschrift. Wie Einstieg und Schluss klingen sollten, steht in Einleitungssatz und Schlusssatz im Anschreiben: Beispiele. Den Aufbau der übrigen Abschnitte findest du im Lebenslauf-Leitfaden.

Häufige Fragen zum Lebenslauf unterschreiben

Wird ein Lebenslauf heute noch unterschrieben?

Pflicht ist die Unterschrift nicht, und bei Online- und E-Mail-Bewerbungen lassen sie viele weg. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt in ihrem Bewerbungskompass trotzdem, Ort, Datum und Unterschrift nicht zu vergessen. Unser Rat: Unterschreib, wenn du per Post schickst, wenn der Arbeitgeber es verlangt oder wenn du in einem eher klassischen Umfeld bewirbst. Sonst ist es eine persönliche Entscheidung, falsch machst du mit beidem nichts.

Wo unterschreibe ich auf dem Lebenslauf?

Am Ende der letzten Seite, unter dem letzten Abschnitt. Links stehen Ort und Datum, zum Beispiel „Darmstadt, 13.10.2026“, rechts oder darunter deine Unterschrift. Bei einem mehrseitigen Lebenslauf unterschreibst du nur einmal, nicht auf jeder Seite.

Wo steht das Datum im Lebenslauf?

Das Datum steht zusammen mit dem Ort am Ende des Lebenslaufs, direkt bei der Unterschrift. Es sollte aktuell sein und zum Datum des Anschreibens passen. Ein Lebenslauf mit einem Datum von vor drei Monaten wirkt, als hättest du ihn ungeprüft verschickt.

Wie unterschreibe ich einen Lebenslauf digital?

Unterschreib mit einem dunklen Stift auf weißem Papier, scanne oder fotografiere die Unterschrift, schneide sie zu und füge sie als Bild in dein Word-Dokument ein. Alternativ unterschreibst du direkt mit Stift auf einem Tablet. Danach exportierst du das Dokument als PDF. Druck den fertigen Lebenslauf nicht aus, um ihn dann wieder einzuscannen, das verschlechtert Lesbarkeit und Dateigröße.

Muss das Anschreiben unterschrieben werden?

Für das Anschreiben gilt dasselbe wie für den Lebenslauf: keine Pflicht, aber üblich, vor allem per Post. Wenn du unterschreibst, dann Anschreiben und Lebenslauf einheitlich, also beide mit Unterschrift oder beide ohne.

Welche persönlichen Daten gehören in den Lebenslauf?

Name, Anschrift, Telefonnummer und eine seriöse E-Mail-Adresse gehören ganz nach oben. Geburtsdatum und Foto sind in Deutschland üblich, aber freiwillig. Angaben zu Familienstand, Kindern, Religion oder Partei musst du nicht machen. Die Bundesagentur für Arbeit führt sie auf ihrer Streichliste, außer du möchtest sie nennen oder sie sind für die Stelle wichtig.

Ist ein Lebenslauf ohne Unterschrift ungültig?

Nein. Ein Lebenslauf ist kein Vertrag und braucht keine Unterschrift, um gültig zu sein. Mit der Unterschrift bestätigst du nur symbolisch, dass die Angaben stimmen. Falsche Angaben bleiben auch ohne Unterschrift ein Problem.

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Quellen

  • Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungskompass für Arbeitsstellen (Auflage Mai 2026)

Keine Jobgarantie, Ergebnisse hängen von deiner Umsetzung ab. Beispiele und Einschätzungen beruhen auf unserer Erfahrung aus der Personalberatung im Maschinenbau. Autor: Rolf Bleisteiner (Mr. Lebenslauf), Inhaber expert-careers und Mitinhaber expert-academy.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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