Diesen Job wollte Rolf Bleisteiner eigentlich nie haben. Er war Ingenieur und hatte in den USA den Aufbau einer Niederlassung verantwortet. Später leitete er einen Geschäftsbereich mit rund 500 Mitarbeitern und beauftragte selbst Personalberater. Dabei hatte er erlebt, wie eine Beratung große Erwartungen weckt und am Ende wenig erreicht.

2009, mitten in der Wirtschaftskrise, gab es kaum passende Führungspositionen. Ausgerechnet ein Personalberater, den Rolf zuvor selbst beauftragt hatte, erkannte seine Stärke in Vorstellungsgesprächen und schlug ihm den Wechsel in die Personalberatung vor. Rolf lehnte zunächst ab. Seine Frau erinnerte ihn daran, dass er schon beim Aufbau in den USA ein gutes Gespür für Menschen und Personalentscheidungen bewiesen hatte. Schließlich entschied er sich für den Versuch.

Der Berater brachte ihm das Handwerk bei. Rund acht Jahre später wollte Rolf in einer klaren fachlichen Heimat arbeiten, statt viele Branchen gleichzeitig zu betreuen, und gründete 2018 expert careers, spezialisiert auf den Maschinenbau. Seine Arbeit beschreibt er als die eines „Ehevermittlers im beruflichen Sinne“.

Diese Geschichte zeigt, wie ein Quereinstieg in die Personalberatung aussehen kann: nicht über ein Studium der Personalwirtschaft, sondern über Branchenerfahrung, Menschenkenntnis und die Bereitschaft, ein neues Handwerk zu lernen. Dieser Artikel erklärt, was Personalberater tun, welche Voraussetzungen expert careers nennt und was du dir vor einem Wechsel ehrlich fragen solltest.

Kurz gesagt: Personalberater ist kein Beruf mit vorgeschriebener Ausbildung. Manche kommen über ein Studium mit Personalschwerpunkt oder eine kaufmännische Ausbildung, viele steigen quer ein, oft aus Führungs- oder Vertriebspositionen einer Branche. Entscheidend sind Menschenkenntnis, Branchenwissen, ein Netzwerk zu Entscheidern und die Bereitschaft, das Handwerk der Personalauswahl zu lernen.

Was ein Personalberater tut

Ein Personalberater, im Alltag oft auch Headhunter genannt, sucht im Auftrag von Unternehmen geeignete Fach- und Führungskräfte und vermittelt sie. Dazu gehört mehr als das Ansprechen von Kandidaten: Er prüft, ob Mensch und Unternehmen zusammenpassen.

Bei expert careers heißt das: Es geht nicht darum, eine Position im Organigramm zu besetzen, sondern den Menschen zu finden, der zur „Unternehmens-DNA“ passt. Berater mit eigener Branchenerfahrung sind dabei Sparringspartner für Geschäftsführer und Fachvorgesetzte. Wer vermittelt, trägt außerdem Verantwortung für die Kandidaten, die er in eine neue Position bringt. Nach Angaben von expert careers bleiben mehr als 95 Prozent der vermittelten Kandidaten länger als drei Jahre in der neuen Position, eine Angabe des Unternehmens, nicht extern geprüft.

Ein großer Teil der Arbeit ist Auswahl. Nach Rolfs Erfahrung passen bei einer Ausschreibung 90 bis 95 Prozent der Bewerber fachlich nicht. Viele der übrigen sind trotzdem interessant, für andere Positionen oder Kunden im Netzwerk, und bekommen deshalb eine Rückmeldung statt einer Standardabsage. Das ist ein Erfahrungswert von Rolf, keine Studie.

Voraussetzungen: Was du mitbringen solltest

Eine formale Ausbildung zum Personalberater gibt es nicht, darauf weist auch die Gründerplattform der KfW hin. Typische Wege in den Beruf sind:

WegWas er mitbringt
Studium, etwa Psychologie oder BWL mit Schwerpunkt Personal Grundlagen in Eignungsdiagnostik, Arbeitsrecht und Personalmanagement
Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau oder zum Personaldienstleistungskaufmann Praxis in Rekrutierung und Vermittlung von Anfang an
Weiterbildung, zum Beispiel kompakte IHK-Angebote zur Fachkraft für Personalberatung Methodik für Berufserfahrene, die umsteigen wollen
Quereinstieg aus einer Branche Fachwissen, Netzwerk und eigene Erfahrung mit Personalauswahl als Führungskraft

Wichtiger als der Abschluss sind die Fähigkeiten. Ohne diese wird es schwer:

  • Menschenkenntnis und Empathie: Du musst einschätzen können, ob jemand in ein Team und eine Unternehmenskultur passt, nicht nur auf dem Papier.
  • Branchenverständnis: Wer die Sprache der Kandidaten und Kunden spricht, wird ernst genommen.
  • Geduld und Verhandlungsgeschick: Zwischen Erstkontakt und Vertragsunterschrift liegen oft Wochen, mit Gehaltsfragen, Gegenangeboten und Absprüngen.
  • Sicheres Auftreten: Du sprichst mit Geschäftsführern genauso wie mit Spezialisten, die gar nicht wechseln wollten.
  • Vertriebsstärke: Aufträge kommen nicht von allein. Akquise gehört zum Alltag.

Ob du diese Stärken mitbringst, lässt sich vorab ehrlich prüfen. Wie das geht, zeigt Stärken herausfinden.

Was expert careers konkret verlangt

expert careers, die Personalberatung von Rolf Bleisteiner für Maschinenbau und industrielle Spitzentechnologie, sucht selbst erfahrene Berater. Deshalb steht hier auch, was dort verlangt wird. Nach den eigenen Angaben sollten Interessierte Folgendes mitbringen:

  • Vertikale Kenntnisse in einem Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus
  • Langjährige Erfahrung im Vertrieb oder in der Geschäftsführung im Maschinenbau oder in der Industrie
  • Erfahrung mit Personalauswahl, Einstellung und Personalführung
  • Sehr gute Geschäftskontakte zu Entscheidungsträgern
  • Ein qualifiziertes Netzwerk, vor allem auf XING und LinkedIn
  • Nachweisliche Branchenkenntnisse für die Akquise

Einen bestimmten Studiengang oder eine Zusatzausbildung nennt expert careers nicht. Gefragt sind Branchenerfahrung, Führungs- oder Vertriebspraxis und ein Netzwerk zu Entscheidern.

Wie werde ich Personalberater? Schritt für Schritt

Der Weg hängt davon ab, woher du kommst. Für Berufserfahrene aus einer Branche sieht er meist so aus:

1 Nische klären Welche Branche kennst du wirklich? 2 Netzwerk prüfen Erreichst du Entscheider und Fachleute? 3 Einstiegsweg wählen Angestellt, unter einem Dach, eigenständig 4 Handwerk lernen Interview, Auswahl, Ansprache, Vertrag 5 Start absichern Finanzen, Rechtsform, erste Kunden
Vereinfachter Weg, wie er bei Quereinsteigern aus der Industrie häufig verläuft. Die Reihenfolge kann je nach Einstieg variieren.
  1. Nische klären. Personalberater mit klarer Branche werden schneller als Fachleute wahrgenommen. Frag dich, in welchem Bereich du Positionen, Gehälter und typische Karrierewege wirklich kennst.
  2. Netzwerk prüfen. Wie viele Entscheider und Fachleute erreichst du heute direkt? Ein gepflegtes Profil hilft dabei, siehe LinkedIn-Profil optimieren.
  3. Einstiegsweg wählen. Möglich sind eine Anstellung bei einer Personalberatung, etwa als Researcher oder Junior Consultant, die Selbstständigkeit unter dem Dach einer bestehenden Beratung oder der komplett eigene Start. Für Quereinsteiger hat der Weg unter einem Dach den Vorteil, dass Methoden, Marke und Austausch schon da sind.
  4. Handwerk lernen. Interviewführung, strukturierte Auswahl, Direktansprache und die Begleitung bis zur Vertragsunterschrift lernst du am besten an echten Mandaten, begleitet von erfahrenen Beratern. Rolf hat es genau so gelernt.
  5. Start absichern. Kläre vor dem Start, wie du die Anfangszeit finanzierst und welche Rechtsform passt. Bei Gründungsfragen helfen zum Beispiel die IHK oder eine Gründungsberatung.

Was expert careers Beratern bietet

Nach eigenen Angaben arbeiten Berater dort als selbstständige Unternehmer und bekommen Unterstützung beim Start:

BereichAngabe von expert careers
Arbeitsweise Eigenes Consulting-Unternehmen in eigener Verantwortung, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice möglich
Start Einführung in die professionelle Personalvermittlung, Tipps für einen schnellen Start, Möglichkeit zur Übernahme von Kundenstamm
Austausch Regelmäßige Beratertreffen in Darmstadt, gemeinsame Messeauftritte und Projektkooperationen
Werkzeuge Neue Tools und kundenorientierte Lösungen, die die Arbeit erleichtern

Das sind Angaben von expert careers, nicht unabhängig geprüft.

Was verdient ein Personalberater?

Die ehrliche Antwort: Das lässt sich nicht pauschal sagen. expert careers beschreibt die Einkommensmöglichkeiten für seine Berater als gut bis sehr gut und hält Verdienste deutlich über einem Angestelltengehalt für möglich. Konkrete Zahlen nennen wir bewusst nicht. Als Selbstständiger bekommst du kein festes Gehalt, dein Einkommen hängt davon ab, was du für deine Kunden erreichst. Eine Verdienstgarantie gibt es nicht.

Fünf Fragen an dich selbst

Bevor du dich mit dem Wechsel befasst, lohnt ein ehrlicher Blick auf diese Punkte:

  1. Will ich selbstständig arbeiten? Du führst ein eigenes Consulting-Unternehmen und trägst die Verantwortung für Akquise und Einkommen.
  2. Erreiche ich Entscheider? Sehr gute Geschäftskontakte und ein qualifiziertes Netzwerk gehören zu den genannten Voraussetzungen.
  3. Kann ich Menschen ehrlich einschätzen und ihnen ehrlich Rückmeldung geben? Bei expert careers bekommen auch abgelehnte Kandidaten eine Rückmeldung.
  4. Bin ich bereit, Verantwortung für vermittelte Menschen zu übernehmen? expert careers beschreibt diese Verantwortung als hoch.
  5. Kann ich den Start ohne festes Gehalt planen? Überlege, wie du die Anfangszeit finanziell absicherst.

Wenn du bei mehreren Fragen zögerst, ist das normal. Rolf hat beim ersten Angebot ebenfalls abgelehnt. Wenn du generell über einen Branchenwechsel nachdenkst, helfen dir außerdem die Artikel Quereinstieg: Wie der Wechsel in eine neue Branche gelingt und Berufliche Neuorientierung: Wann sie sinnvoll ist und wie du sie angehst.

So kommst du ins Gespräch

Der erste Schritt bei expert careers ist ein unverbindliches 15-Minuten-Telefongespräch mit Rolf Bleisteiner. Die Terminbuchung findest du auf der Seite von expert careers.

Personalberater bei expert careers werden. Alle Angaben zur Tätigkeit und die Terminbuchung für das unverbindliche 15-Minuten-Gespräch mit Rolf findest du direkt bei expert careers.

Zu expert careers

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Häufige Fragen

Was macht ein Personalberater?

Ein Personalberater sucht im Auftrag von Unternehmen geeignete Fach- und Führungskräfte, prüft, ob Mensch und Unternehmen zusammenpassen, und vermittelt sie. Bei expert careers gehört dazu auch, Kandidaten ehrlich Rückmeldung zu geben.

Wie wird man Personalberater?

Bei expert careers führt der Weg über Branchenerfahrung, ein Netzwerk zu Entscheidern und Erfahrung mit Personalauswahl. Danach gibt es eine Einführung in die professionelle Personalvermittlung. Rolf selbst kam 2009 aus der Industrie und lernte das Handwerk von einem erfahrenen Personalberater.

Braucht man dafür eine Ausbildung oder ein Studium?

expert careers nennt keinen bestimmten Abschluss. Genannt werden Branchenkenntnisse, Vertriebs- oder Führungserfahrung, Erfahrung mit Personalauswahl, Geschäftskontakte und ein Netzwerk. Rolf selbst ist gelernter Maschinenschlosser und hat Maschinenbau studiert.

Kann ein Personalberater im Homeoffice arbeiten?

Bei expert careers ja: Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice sind möglich. Zusätzlich gibt es regelmäßige Beratertreffen in Darmstadt.

Was verdient ein Personalberater?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. expert careers beschreibt die Einkommensmöglichkeiten als gut bis sehr gut und hält Verdienste deutlich über einem Angestelltengehalt für möglich. Als Selbstständiger bekommst du kein festes Gehalt, dein Einkommen hängt davon ab, was du für deine Kunden erreichst. Eine Verdienstgarantie gibt es nicht.

Ist ein Personalberater dasselbe wie ein Headhunter?

Im Alltag werden beide Begriffe oft gleichbedeutend verwendet. Rolf beschreibt sich und sein Team lieber als „Ehevermittler im beruflichen Sinne“: Es geht um die Passung zwischen Mensch und Unternehmen, nicht darum, eine Stelle zu besetzen.

Was brauche ich, um Personalberater zu werden?

Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Wichtig sind Menschenkenntnis, Branchenwissen, ein Netzwerk zu Entscheidern, Verhandlungsgeschick und Vertriebsstärke. Viele bringen ein Studium mit Personalschwerpunkt oder eine kaufmännische Ausbildung mit, andere steigen mit Führungserfahrung aus einer Branche quer ein.

Welche Weiterbildung gibt es für Personalberater?

Laut der Gründerplattform der KfW bieten die IHKs kompakte Weiterbildungen zur Fachkraft für Personalberatung an. Daneben gibt es die Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau bzw. zum Personaldienstleistungskaufmann. Für Quereinsteiger ist das Lernen an echten Mandaten mit erfahrenen Beratern oft der wichtigste Teil.

Was ist der Unterschied zwischen Personalberater und Personalvermittler?

Ein Personalberater arbeitet im Auftrag eines Unternehmens, sucht gezielt nach passenden Kandidaten, häufig per Direktansprache, und wird vom Unternehmen bezahlt. Ein Personalvermittler bringt Arbeitsuchende und Stellen zusammen, oft aus einem Bewerberpool. Im Alltag verschwimmen die Begriffe.

Für Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich bewerben wollen: Lebenslauf für Ingenieure.

Wie die Arbeit aus Sicht der Kandidaten aussieht, erklärt Wie arbeiten Headhunter?.

Quellen

Keine Jobgarantie. Keine Verdienstgarantie. Ergebnisse hängen von deiner Umsetzung ab. Autor: Rolf Bleisteiner (Mr. Lebenslauf), Inhaber expert-careers (Personalberatung für Maschinenbau und industrielle Spitzentechnologie seit 2018) und Mitinhaber expert-academy. Weiterführend: Quereinstieg: Wie der Wechsel in eine neue Branche gelingt · Berufliche Neuorientierung: Wann sie sinnvoll ist und wie du sie angehst

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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