Ein Headhunter sucht im Auftrag eines Unternehmens gezielt nach geeigneten Fach- und Führungskräften und spricht sie an, auch wenn sie nicht auf Jobsuche sind. Bezahlt wird er bei der klassischen Direktsuche vom Unternehmen, nicht vom Kandidaten. Für dich lohnt sich der Kontakt vor allem als erfahrene Fach- oder Führungskraft mit klarer Spezialisierung. Dieser Artikel erklärt aus Kandidatensicht, wie Headhunter arbeiten, wer sie bezahlt und was du tun kannst, wenn einer anruft.

Was ein Headhunter ist

Der Begriff Headhunter steht im Alltag für Personalberater, die im Auftrag eines Unternehmens gezielt Menschen ansprechen, die noch gar nicht auf Jobsuche sind. Fachlich heißt das Direktsuche oder Executive Search. Der Unterschied zur Stellenanzeige: Das Unternehmen wartet nicht auf Bewerbungen, sondern lässt geeignete Personen suchen und ansprechen. Was ein Personalberater im Tagesgeschäft tut, wie man es wird und wie Rolf Bleisteiner dazu kam, steht im Artikel Personalberater werden. Dieser Artikel erklärt die andere Seite: was du als Kandidat davon hast.

Wie arbeiten Headhunter? Der Ablauf

Nach der Darstellung zur Direktsuche auf Wikipedia läuft ein Auftrag typischerweise so: Profil erstellen, Zielunternehmen analysieren, Kandidaten direkt ansprechen, vorqualifizieren, persönlich interviewen, dem Auftraggeber vertraulich berichten und Kandidaten präsentieren, Referenzen einholen und schließlich die Position besetzen. Ein Auftrag dauert dort meist etwa drei Monate. Für dich als Kandidat sind fünf Phasen wichtig:

1 Unternehmen beauftragt Es zahlt das Honorar, nicht du 2 Suche und Profil Wen braucht die Stelle wirklich? 3 Erste Ansprache Anruf oder Netzwerk-Nachricht 4 Gespräch mit dem Berater Passen Person, Ziel und Team? 5 Vorstellung beim Kunden Erst dann folgt das Interview
So läuft eine Direktsuche aus deiner Sicht ab. Die Reihenfolge ist typisch, im Einzelfall unterscheiden sich Dauer und Schritte.

Die Ansprache ist meist der erste Kontakt, den du bemerkst. Das Gespräch mit dem Berater ist dann noch kein Bewerbungsgespräch beim Unternehmen, sondern eine Vorqualifizierung: Der Berater prüft, ob Person, Ziel und Team zusammenpassen. Rolf Bleisteiner beschreibt seine Arbeit als die eines „Ehevermittlers im beruflichen Sinne“: Es geht darum, Menschen und Unternehmen zusammenzubringen, die wirklich zueinander passen, nicht nur eine Stelle im Organigramm zu besetzen.

Wer bezahlt den Headhunter?

Bei der klassischen Direktsuche bezahlt der Auftraggeber, also das Unternehmen. Du als Kandidat zahlst nichts. Nach der oben genannten Darstellung gibt es dafür unterschiedliche Honorarmodelle: beim Retained Search wird das Honorar in Raten fällig, unabhängig vom Ergebnis, beim Contingency Search hängt es vom Erfolg ab. Als Standardgebühr wird dort etwa ein Drittel des Jahreseinkommens der besetzten Person genannt. Das ist das Honorar des Unternehmens, nicht das Gehalt des Beraters. Konkrete Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter.

Für dich heißt das: Der Berater arbeitet für das Unternehmen und hat ein Interesse daran, dass eine Besetzung zustande kommt. Das ist nicht schlecht, es ist die Ausgangslage. Du solltest sie im Gespräch im Kopf haben. Wer dagegen von dir ein Honorar verlangt, arbeitet nach einem anderen Modell, zum Beispiel als Karrierecoach. Auch das ist legitim, sollte aber als solches benannt werden. Der Karriere-Schritt-Call von expert-academy gehört dazu: Er ist bezahlte Beratung, keine Vermittlung.

Wenn dich ein Headhunter anspricht

Der telefonische Erstkontakt am Arbeitsplatz gilt in Deutschland nach der Darstellung auf Wikipedia grundsätzlich als erlaubt und ist eine etablierte Methode (keine Rechtsberatung). Eine Ansprache ist deshalb keine Aufdringlichkeit, sondern Alltag der Direktsuche. So gehst du damit um:

  • Erst zuhören. Lass dir Rolle, Branche und Region erklären, bevor du Interesse zeigst oder ablehnst.
  • Fragen, für wen der Berater arbeitet. Manche Auftraggeber bleiben anfangs anonym. Wie weit das geht, ist eine Frage von Vertrauen.
  • Vertraulichkeit klären. Sage, dass dein Arbeitgeber nichts erfahren soll, und bitte um Bestätigung, dass deine Unterlagen nicht ohne dein Okay weitergegeben werden.
  • Beim Gehalt Spannen nennen. Wie du Gehaltsvorstellungen sauber formulierst, steht in Gehaltsvorstellung angeben.
  • Auch bei Nein freundlich bleiben. Berater merken sich Menschen. Wer heute absagt, kommt beim nächsten Mandat oft wieder in Frage.

So wirst du von Headhuntern gefunden

Headhunter suchen dort, wo Profile stehen. Bei expert-careers gehört ein qualifiziertes Netzwerk auf XING und LinkedIn zu den genannten Voraussetzungen für Berater, weil dort Kandidaten gefunden werden. Was du dafür tun kannst:

Du kannst auch selbst auf Personalberater zugehen, etwa auf Spezialisten deiner Branche. Schreibe kurz, sachlich und mit dem, was dich als Kandidaten ausmacht.

Wann lohnt sich der Kontakt?

Ein Gespräch mit einem Headhunter kostet dich nichts außer Zeit. Ob daraus etwas wird, hängt vom Profil ab:

Deine SituationLohnt sich der Kontakt?Warum
Erfahrene Fach- oder Führungskraft mit klarer SpezialisierungJaDirektsuche zielt auf Menschen mit passender Erfahrung
Du willst wissen, was der Markt für dich bietetJa, als GesprächDu bekommst eine Einschätzung ohne Bewerbungsdruck
Berufseinstieg oder erster JobMeist erst späterBewerbungen auf Stellenanzeigen sind hier der übliche Weg
Wechsel in eine ganz andere BrancheEher eingeschränktAufträge suchen in der Regel passende Branchenerfahrung
Du bist unsicher, was du willstErst Richtung klärenOhne klares Ziel kann ein Berater dir wenig anbieten

Rolf berichtet aus seiner Erfahrung, dass bei einer Ausschreibung 90 bis 95 Prozent der Bewerber fachlich nicht passen. Das ist ein Erfahrungswert, keine Studie. Er erklärt, warum Berater genau auswählen und warum Passung wichtiger ist als ein glatter Lebenslauf. Bei expert-careers bekommen auch abgelehnte Kandidaten eine Rückmeldung, und passende Profile bleiben im Netzwerk (Angabe von expert-careers, nicht extern geprüft).

Erst Richtung und Marktwert klären. Im Karriere-Schritt-Call sprichst du 45 Minuten per Zoom mit einem erfahrenen Headhunter über Chancen, Risiken und deinen Marktwert, für 197 €. Es ist Beratung, keine Vermittlung.

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Häufige Fragen zu Headhuntern

Was macht ein Headhunter?

Ein Headhunter sucht im Auftrag eines Unternehmens geeignete Fach- und Führungskräfte, spricht sie direkt an, prüft im Gespräch die Passung und stellt sie dem Auftraggeber vor. Fachlich heißt das Direktsuche. Er wartet nicht auf Bewerbungen, sondern sucht aktiv.

Wer bezahlt einen Headhunter?

Bei der klassischen Direktsuche bezahlt das suchende Unternehmen, nicht der Kandidat. Die Honorarmodelle unterscheiden sich, etwa mit Raten unabhängig vom Ergebnis oder mit erfolgsabhängigem Honorar. Wer von dir Geld verlangt, arbeitet meist nach einem anderen Modell, zum Beispiel als Karrierecoach.

Wann lohnt sich ein Headhunter?

Vor allem, wenn du eine erfahrene Fach- oder Führungskraft mit klarer Spezialisierung bist. Auch als Marktcheck ist ein Gespräch sinnvoll. Für den Berufseinstieg oder bei unklarem Ziel ist eine Bewerbung auf Stellenanzeigen oder ein Gespräch zur Richtung meist der bessere erste Schritt.

Wie viel verdient ein Headhunter im Monat?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt davon ab, ob jemand angestellt oder selbstständig arbeitet und wie viele Besetzungen zustande kommen. Das Honorar des Unternehmens ist nicht das Einkommen des Beraters. Mehr dazu im Artikel zum Einstieg in die Personalberatung.

Darf mich ein Headhunter am Arbeitsplatz anrufen?

Der telefonische Erstkontakt am Arbeitsplatz gilt in Deutschland nach der Darstellung zur Direktsuche auf Wikipedia grundsätzlich als erlaubt. Das ist keine Rechtsberatung. Du kannst das Gespräch jederzeit freundlich beenden oder auf einen anderen Termin verschieben.

Wie finde ich einen Headhunter?

Suche Personalberater, die auf deine Branche oder Funktion spezialisiert sind, und schreibe sie kurz und sachlich an. Ein vollständiges Profil auf LinkedIn oder XING erhöht außerdem die Chance, dass du selbst gefunden wirst.

Quellen

Keine Rechtsberatung. Keine Jobgarantie. Ergebnisse hängen von deiner Umsetzung ab. Autor: Rolf Bleisteiner (Mr. Lebenslauf), Inhaber expert-careers (Personalberatung für Maschinenbau und industrielle Spitzentechnologie seit 2018) und Mitinhaber expert-academy. Weiterführend: Personalberater werden · LinkedIn-Profil optimieren · Marktwert richtig einschätzen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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